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04.02.2026

Bad Mergentheim feiert 2026 - 200 Jahre Quellen und 100 Jahre "Bad"

Vor genau zwei Jahrhunderten begann mit der Entdeckung heilkräftiger Quellen der Aufstieg der süddeutschen Gesundheitsstadt Bad Mergentheim.

Bad Mergentheim - Der Schäfer Franz Gehrig machte am 13. Oktober 1826 das, was er immer zu tun pflegte: Er weidet seine Herde am Ufer der Tauber. Doch an diesem Tag ist etwas anders: Schäfer Gehrigs Blick fällt auf ein kleines, klar fließendes Rinnsal, zu dem die Tiere immer wieder traten. Gehrig kostet von dem Wasser; es schmeckt bitter und salzig. Was der Schäfer in diesem Moment nicht ahnt: Dieser Tag sollte die Geschichte verändern. Denn Franz Gehrig hatte soeben die Wilhelmsquelle entdeckt - ein Wasser, das bald als heilkräftig beschrieben und zum Ausgangspunkt für eine neue wirtschaftliche und kulturelle Identität wurde. Der Fund wurde zum Anfang einer Dynamik, die über zwei Jahrhunderte und bis heute Menschen an diesen Ort führt, die Gesundheit und Entspannung suchen oder die heilsamen Kräfte der Quellen in ihren Alltag integrieren wollen.

Es sind gleich zwei prägende Meilensteine, die die Gesundheitsstadt Bad Mergentheim im Lieblichen Taubertal und im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern, Hessen 2026 feiert: die Entdeckung der heilenden Quellen vor 200 Jahren und die Ernennung der Stadt zum "Bad" vor genau 100 Jahren. Nach gesicherten Erkenntnissen waren die Bittersalzquellen sogar schon in der Bronzezeit bekannt. Vermutlich durch Naturereignisse wurden die Quellen verschüttet und gerieten für 3.000 Jahre in Vergessenheit, bis sie Schäfer Gehrig wiederentdeckte. 

Heute zählt Bad Mergentheim mit knapp 700.000 Gästeübernachtungen jährlich zu den Top 15 der Urlaubsdestinationen Baden-Württembergs. Mit elf renommierten Kliniken - wie den Kliniken Dr. Vötisch, der Fachklinik Schwaben, der Kitzberg-Klinik und dem Diabetes Zentrum Bad Mergentheim - gehört der Ort heute zu den führenden Gesundheitskompetenzzentren Süddeutschlands. 

Ein Jahr voller Eventhöhepunkte 
Kur- und Stadtverwaltung Bad Mergentheim gestalten das Jubiläumsjahr 2026 gemeinsam. Während die Stadtverwaltung überregionale Großveranstaltungen und stadtweite Formate verantwortet, setzt die Kurverwaltung eigene Akzente mit kurbezogenen Veranstaltungen, Inszenierungen und kulturellen Highlights rund um Gesundheit, Geschichte und Kurtradition.

Der bemerkenswerte Aufstieg des Orts bildet 2026 den Rahmen für ein ganzes Jahr voller Veranstaltungen, kultureller Höhepunkte und besonderer Inszenierungen - und rückt zugleich die Entwicklung Bad Mergentheims zur Gesundheitsstadt von überregionaler Bedeutung in den Fokus. Aus dem Quellfund entwickelte sich über die Jahrzehnte ein anerkannter Kur- und Gesundheitsstandort. Heute verfügt die Stadt über vier Heilquellen - die Wilhelms-, Karls-, Albert- und Paulsquelle - und verbindet gewachsene Kurtradition mit einzigartiger Gesundheitskompetenz. 

"Wir wollen 2026 diese Entwicklung sichtbar und erlebbar machen", sagt Julia Krupka, Marketingleiterin bei der Kurverwaltung Bad Mergentheim. Das Ziel des Jubiläumsjahres ist es, Herkunft und Zukunft der Stadt miteinander zu verbinden: die historische Bedeutung der Quellen, den Aufstieg zur Kurstadt und die Rolle Bad Mergentheims als Gesundheitsstandort im Süden Deutschlands. "Das Jubiläumsjahr lädt Gäste wie Einheimische dazu ein, diese Geschichte neu zu entdecken - im Kurpark, bei Veranstaltungen, in Ausstellungen und im gemeinsamen Feiern eines besonderen Kapitels Bädergeschichte", so Julia Krupka. 

Der Kurpark als Herzstück des Jubiläumsjahres
Ein zentraler Schauplatz der Feierlichkeiten ist der Kurpark. Über das Jahr hinweg wird er zur Bühne des Jubiläums - mit analogen und digitalen Elementen, künstlerischen Installationen und immer neuen Überraschungen. Geplant ist unter anderem ein interaktiver Geschichtspfad, der Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise durch 200 Jahre Kurgeschichte mitnimmt. Symbolische Installationen wie eine florale "1826", eine Schäferfigur mit Schafherde aus Cortenstahl, Illuminationen und digitale Highlights greifen den Ursprung der Quellenentdeckung auf und interpretieren ihn zeitgemäß.

Bereits ab April lädt die Ausstellung "Park-Art - Kunst trifft Kurpark" dazu ein, Kunst im Spannungsfeld von Natur, Geschichte und Gegenwart zu erleben. Ergänzt wird das Jubiläumsbild durch wechselnde Inszenierungen im Park, die den Jahresverlauf begleiten und immer wieder neue Blickwinkel auf Geschichte, Natur und Kurtradition eröffnen.

Offizieller Festakt im Oktober
Zu den Event-Höhepunkten zählen der 21. Regionale Bauernmarkt am 14. Juni, das große Kurparkfest mit Illumination am 18. Juli sowie das Taubertäler Weindorf am 7. und 8. August. Im Herbst folgt mit dem eigens entwickelten Theaterstück "Die Quellen von Bad Mergentheim" ein kultureller Höhepunkt, der die Kurgeschichte der Stadt szenisch beleuchtet. Die Aufführungen finden am 25., 26. und 27. September statt.

Ein besonderer historischer Bezugspunkt ist das Jubiläumswochenende am 16. und 17. Oktober. Rund um den Jahrestag der Quellenentdeckung erinnern ein offizieller Festakt und ein Jubiläumsball an die Anfänge des Kurwesens. Den Abschluss des Jahres bildet der Weihnachtsmarkt im Kurhaus Ende November (27. bis 29. November). Begleitend erscheinen weitere Formate, darunter eine Chronik zum Jubiläum aus der Geschichtswerkstatt Bad Mergentheim. 

Darüber hinaus bereichern auch von der Stadtverwaltung organisierte überregionale Veranstaltungen das Jubiläumsjahr, darunter die Baden-Württembergischen Literaturtage (11. September bis 11. Oktober) sowie das Stadtfest mit Regionaltag 2026 (26. bis 28. Juni).

Mehr zum Jubiläumsjahr unter www.visit.bad-mergentheim.de.

Aus dem Quellfund entwickelte sich über die Jahrzehnte ein anerkannter Kur- und Gesundheitsstandort. Heute verfügt die Stadt Bad Mergentheim über vier Heilquellen - die Wilhelms-, Karls-, Albert- und Paulsquelle - und verbindet gewachsene Kurtradition mit einzigartiger Gesundheitskompetenz. Foto: Kurverwaltung Bad Mergentheim

Vor genau zwei Jahrhunderten begann mit der Entdeckung heilkräftiger Quellen der Aufstieg der süddeutschen Gesundheitsstadt Bad Mergentheim. Foto: Kurverwaltung Bad Mergentheim

Der Schäfer Franz Gehrig entdeckte am 13. Oktober 1826 die Wilhelmsquelle - ein Wasser, das bald als heilkräftig beschrieben und zum Ausgangspunkt für eine neue wirtschaftliche und kulturelle Identität wurde. Foto: Kurverwaltung Bad Mergentheim


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